Galerie Pich präsentiert: Wolfram Kastner    

2001: FreiwilligenErfassungsStelle


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eine ästhetische Intervention zur Untersuchung des Zusammenhangs von Krieg, Bündnis und Verantwortung, Kriegsgedröhn und persönlicher Kampfbereitschaft.

von Wolfram P. Kastner, Claudia Wangerin, Günter Wangerin und Heinz Huber

mit Unterstützung des Vereins "das andere Bayern"

Dienstag, 13. November 2001 um 11.00 Uhr
in München in der Fußgängerzone, Richard-Strauß-Brunnen

Königsplatz München

Seit dem TerrorAnschlag auf das World Trade Center, dem VergeltungsKrieg der USArmy und dem Bündnisfall- Beschluss der NATO ist in der Bundesrepublik Deutschland stark an der Bereitschaft zu deutschen militärischen Einsätzen gearbeitet worden. Zwar befürworten angeblich außer den ehemaligen Friedenspolitikern Schröder und Fischer nur 35 % der Bundesbürger eine aktive deutsche Kriegsbeteiligung in der ersten Reihe.

Wie groß die Bereitschaft zu persönlichen Konsequenzen und zu persönlicher Beteiligung an kriegerischen Aktionen in Deutschland 56 Jahre nach dem Ende des II. Weltkrieges ist, wird in dieser Intervention untersucht.

In der Fußgängerzone wurd eine Freiwilligenanwerbestelle eingerichtet. Mit Camouflage, ein wenig Marschmusik und Zertifikaten baten 5 “Bürger in modischen Tarnanzügen” Passanten um ihre persönliche Bereitschaft, den Meinungen auch Taten folgen zu lassen und sich freiwillig zu melden für militärische Aktionen, die sich sowohl nach innen als auch nach außen richten können.

21 Freiwillige erhielten ein Zertifikat.

Die erfolgreiche Aktion wurde dem Bundesverteidigungs- minister gemeldet, mit der Anregung, in allen deutschen Städten solche Werbestände einzurichten und die Angeworbenen in Sondergelöbnisveranstaltungen einzu- schwören.

Inzwischen wurde auch eine Freiwilligenerfassungsstelle Nord gegründet.



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