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Der Kunstkreis Gräfelfing rief 2009 zu einer Lichtausstellung auf, zu der sich Künstler aus ganz Deutschland anmeldeten. Ort der Ausstellung "switch on" war das alte Schul/Rathaus, dessen hundertjähriges Jubiläumgefeiert werden sollte und das noch nicht ganz fertig renoviert war. Nach der Fertigstellung sollte der Kunstkreis Gräfelfing hier Ausstellungsräume bekommen. Im leeren Rohbau stellten 33 Künstler ihre Licht-Arbeiten aus.

Mein Beitrag stellt die Geschichte des Hauses und den Prozess des Erinnerns in den Mittelpunkt. Anhand von Bildern aus dem Gemeindearchiv zeige ich eine Art Diashow. Die Bilder werden nicht direkt an die Wand geworfen, sondern über eine Wasserfläche gespiegelt.

Langsam ist die Bildfolge, die Überblendiungen lassen Bilder aus dem Dunkel auftauchen oder auch aufblitzen. Ab und zu fällt ein Tropfen in das Wasserbecken, und die Wellen, die er schlägt, zerstören das Bild an der Wand.

Der stete Tropfen erinnert an die verrinnende Zeit. Die Bilder erzählen von vergangenen Zeiten in diesem Haus. Das Wasser als Sinnbild des Unbewussten ist durch die Bewegung der Oberfläche bei allen Bildern präsent. Wie beim Erinnern kommen und gehen die Bilder, werden aus dem Unklaren deutlicher und verschwinden wieder. Die Ruhe der Erzählweise lädt zu eigenen Gedankengängen ein.

Ausschnitte von einem Film über den "Spiegel der Erinnerung"



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