Pressezitate:
Virtuos spielt Heyl mit der Dichte und Transparenz. Zum Beispiel steht im Zentrum eine erdfarbene aufstrebende Form, die nur vor dem hellen Hintergrund des Papiers ihr bordeauxrotes Schimmern zeigt. Das Orange des Hintergrunds ist wie glühendes Licht, von beinahe schmerzhafter Helligkeit. Trotz gewagter Farbexperimente läßt Heyl die Bilder nie ins überspannt-unruhige umschlagen: eine federleichte Ruhe liegt über den Kompositionen.« (SZ)
Thomas Heyl arbeitet mit Pigmenten in wässriger Lösung auf Papiergrund. Er bringt mit dem nicht einfach zu handhabenden Malmaterial machtvolle Formbewegungen zustande, die nach hinten in die Bildtiefe wie auch nach vornr in den Raum greifen. Doch geht es nicht nur um die Dynamisierung einer Bewegung, sondern auch darum, der Oberfläche, je nachdem, eine lebendige, vibrierende oder eine meditativ stille Materialhaftigkeit zu verleihen.« (SZ)
»Spannend erscheint der Ansatz von Thomas Heyl, greifen seine Scherenschnitte aus Transparentpapier doch unmittelbar in den Raum, genauer: Sie suggerieren Plastizität. Die Unterscheidung von Schatten und schwarzer Acrylzeichnung fällt einigermaßen schwer, außerdem gerät der weiße Hintergrund der Negativformen selbst zur Figur. Bei aller Einfachheit von Form und Material zeigt der neue Kunstprofessor an der PH Freiburg erhebliche Raffinesse«. Stefan Tolksdorf Badische Zeitung
»Thomas Heyls Bilder sind weder figurativ noch abstrakt, weder symbolisch noch konkret. Zu explizit ist die Beziehung mancher Bildelemente zur visuellen Wirklichkeit um ihre Bedeutung nur in sich selbst zu haben. Die „Identität“ anderer Objekte wiederum ist sichtbar das Resultat malerischer Aktion. Dieses irritierende Crossover, das Changieren zwischen den Ebenen, verweigert Eindeutigkeit. Die Arbeiten Thomas Heyls bergen gerade dadurch starkes assoziatives und imaginatives Potenzial und lassen hinter ihrer malerischen Präsenz die Unauflösbarkeit und Ambivalenz von Fiktion und Wirklichkeit erscheinen.«
Stefanie Brüning