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Agnes Auffinger
geboren und aufgewachsen in München,
studierte Bildhauerei und Malerei an der Akademie München bei Elmar Dietz, Georg Brenninger, Heinrich Kirchner und Blasius Spreng lebte 20 Jahre im Allgäu, wo sie zahlreiche Spuren (Kunst am Bau) hinterlassen hat
lebt jetzt in Dossenheim bei Heidelberg.
Agnes Auffinger ist mit Kunst aufgewachsen. Der Vater war Architekt und hat ihr Reproduktionen berühmter Meister geschenkt. Besonders beeindruckt haben sie die Bilder von Hieronymus Bosch und Pieter Breugel, die Wurzel für die phantastisch-surrealistische Gegenständlichkeit ihrer späteren eigenen Bilder. Weitere Einflüsse durch die italienischen Surrealisten wie de Chirico, auch Magritte und Miro sind unverkennbar. Alle Versuche, modernistisch - abstrakt zu malen scheiterten an der Verarmung, die sie in diesen Bildern fühlte.
Durch ihr Leben zieht sich die Kunst wie ein roter Faden, ist mehr als Beruf, Profession, eine echte Leidenschaft. Das Verbissene, das die Künstlerin selbst bei ihrer Arbeit erlebt, sieht man den Bildern allerdings nicht an. Sie mögen auf den Betrachter befremdlich oder verstörend wirken. In technischer Hinsicht ist bei diesen neueren Arbeiten die Perfektion so weit fortgeschritten, daß sie fast wie mit leichter Hand dahingemalt erscheinen, ohne auf Gefälligkeit zu schielen.
Der Gestus des Erzählens zieht sich durch das Werk. In den surrealistischen Bildern sieht Agnes Auffinger sich als Märchenerzähler, wobei die Symbolik nicht niedlich, beschönigend, sondern verstörend, auf manche Betrachter auch bedrohlich und ängstigend wirkt. Natürlich läßt sich das alles tiefenpsycholgisch deuten, als Verarbeitung eigener Angst, als biografisch begründbare Phantasien. Diese Deutung mag hilfreich sein für die Künstlerin selber, die ja in Ihrem Werk etwas von ihrem Innersten, Persönlichen offenbart. Sie erklärt aber nicht, welche Bedeutung diese Bilder für uns als Betrachter mit eigener Biographie und eigenem Erleben haben können und haben. Es sind verschlüsselte Botschaften, die sich einer eindimensionalen Deutung entziehen.
Dr. Bilger, Dossenheim
Agnes Auffinger hat in sehr verschiedenen Techniken gearbeitet: als Malerin hauptsächlich in Öl auf Leinwand, als Grafikerin hat sie mit verschiedenen Druckverfahren gearbeitet, sie hat Bücher illustriert und Räume gestaltet. In den letzten Jahren, seit 1999, sind Bilder am Computer entstanden, die sie teilweise als animierte Präsentation auf CD zusammengestellt hat. Als Bildhauerin hat sie in Ton, Bronze, Holz und Stein gearbeitet, in den letzten Jahren hat Agnes Auffinger Drahtfiguren geschaffen.
Allen Techniken gemeinsam ist die künstlerische Freude am Erzählen in Bildern und am Gestalten von Bildern, die Phantasie und die Erfindung bildnerischer Formen, oft mit schöpferischem Humor verbunden.
Die website zeigt Beispiele aus den letzten Jahren und einen sehr knappen Blick auf ältere Arbeiten im öffentlichen Raum.
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